Musik in Köln
Ein Projekt des initiativkreises freie musik (ifm) …




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Acht Brücken 2016

Musik und Glaube

Das Kölner Acht-Brücken-Festival findet seit 2011 jährlich Anfang Mai statt und stellt die Musik der Moderne ins Zentrum des Programms. Wechselnde Schwerpunkte laden ein, die Musik unserer Zeit zu erkunden und dabei das Ohr für Neues zu begeistern. Vom 30. April bis 10. Mai 2016 findet die diesjährige Ausgabe unter dem Motto »Musik und Glaube« statt. Neben religiöser Musik im engeren Sinne, erklingen insbesondere heutige Kompositionen, in denen große menschliche Fragen von Sein und Sinn, von Angst und Zuversicht thematisiert werden.

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Im Fokus des diesjährigen Festivals steht die Russin Galina Ustwolskaja, eine Komponistin, die als Einzelkämpferin stets den Blick ins Innere verteidigte und Werke von bohrender Intensität schuf. Zwar liegen einigen ihrer Kompositionen christliche Texte zugrunde, ihre Musik ist jedoch nicht als religiös im Sinne einer bestimmten Konfession zu verstehen, sondern eher als geistig, spirituell, als Akt der Selbstbehauptung. Der stalinistischen Kunstdoktrin entzog sie sich und führte ein Komponistenleben im Verborgenen. Erst in der Ära von Glasnost und Perestroika trat ihre Musik ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Mit nur 25 Kompositionen ist Ustwolskajas Œuvre überschaubar, doch nicht weniger komplex.

Vom 30. April bis 10. Mai lässt sich vor der Kölner Philharmonie und vor weiteren Spielstätten die KlangPlastik »Versunkene Glocken« von Johannes S. Sistermanns erleben: Ein akustisches Umfeld, das schon in seiner besonderen Anordnung das Motiv der Vergänglichkeit aufgreift und vieldeutig umspielt. Die titelgebenden Glocken läuten hier nicht aus himmlischen Höhen, es schallt vielmehr aus der Unterwelt, die wir gewöhnlich eher mit Grabesstille assoziieren.

www.achtbruecken.de/de/

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